Faszination Havel - Brandenburg, Chur- und Hauptstadt der Mark

Die Stadt Brandenburg an der Havel, mit mehr als 1.000 Jahren Stadtgeschichte, ist auch Namensgeber der Mark und des heutigen Bundeslandes und liegt ca. 70 km westlich von Berlin.

Brandenburg ist aber nicht nur historischer Ort, sondern nennt sich Wasserstadt. Zu Recht! Natürlich auch, weil wir hier geboren sind und weil wir hier unsere Liebe zum Wassersport entdeckten.

Brandenburgs Stadtkerne sind umgeben von schiffbaren Wasserwegen der Havel welche mit einer Fläche von ca. 30 km² ausreichend Wassersportreviere für Kanuten, Segler, Surfer, Haus und Motorbootkapitänen dank Plauer See, Breitlingsee, Beetzsee und vielen weiteren bereithält.

Inmitten des größten, zusammenhängenden Binnengewässersystems Europas bieten sich eine Vielzahl von Tourenvorschlägen mit reizvollen Ausflugszielen, durch die faszinierende und sehenswerte Natur mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna an.

Die Stadt Brandenburg wurde erstmals 928 mit der Eroberung durch König Heinrich I. unter dem Namen Brennabor erwähnt. Doch erst mit der 948 erfolgten Stiftung des Bistums durch Otto I. trat die Stadt Brandenburg urkundlich in Erscheinung. Ab 983 sicherten sich die Slawen als Resultat des großen Aufstandes für nahezu 170 Jahren die Vorherrschaft in diesem Gebiet. Diese Überlegenheit wurde mit der Machtübernahme 1157 durch Albrecht von Ballenstedt (auch Albrecht der Bär genannt) beendet, der sich folglich den Namen „Markgraf von Brandenburg“ zugestand.

Blick auf die Brandenburger Dominsel1165 begann der Bau des noch heute im Zentrum der Insel gelegenen Doms St. Peter und Paul. Mit seinen 840-jährigen Bestand zählt die „Mutterkirche der Mark“ zu den ältesten, erhalten gebliebenen Bauwerken des Landes und beherbergt zahlreiche und sehenswerte schätze, welche die Geschichte Dokumentieren. Gegen 1170 (Ersterwähnung) entstand in Nachbarschaft zur Dominsel auf der westlichen Havelseite um die St. Gotthardtkirche herum die „alte Stadt“ (Altstadt). Geraume Zeit später entwickelte sich Brandenburg weiter und gründete (1196 Ersterwähnung) auf der östlichen Havelseite die sogenannte „neue Stadt“ (Neustadt). Erst 1715 vereinigt König Friedrich Wilhelm I. die beiden Städte. Brandenburg besteht aus drei Siedlungskernen inmitten des Flusses, zusammengesetzt aus Dominsel, Altstadt und Neustadt.

Brandenburger SteintorturmZeugen der 1050 Jahre alten Stadt sind heute noch in Form von einigen Teilen der Stadtmauern sowie von vier Tortürmen vorzufinden. Im Steintorturm ist ein Museum zur Stadtgeschichte zu finden, welches die Zeit des Mittelalters veranschaulicht.

Durch die Industrialisierung zum Ende des 19. Jahrhunderts erhielt Brandenburg hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung entscheidende Impulse, die eine Vielzahl von bekannten Produkten hervorrief wie z.B. Kinderwagen, Fahrräder und Autos der Brennaborwerke. Brandenburg entwickelte sich immer mehr zur Industriestadt und wurde ein bekannter Standort, insbesondere prägten über viele Jahre das Stahl- und Walzwerk am Quenz und das Getriebewerk die Arbeitswelt der Stadt.

Im Frühsommer jeden Jahres findet das dreitätige „Havelfest“ mit Wahl der „Havelkönigin“, Mallorca-Party, Seifenkistenrennen, Feuerwerk u.v.a. statt und um das vergangene Jahr allmählich ausklingen zu lassen, wird im Dezember in Brandenburg mit der Weihnachtsmannparade für ein weiteres sehenswertes Spektakel gesorgt.