Faszination Havel

Werder (Havel) - Inselstadt mit Weinberg

Werder (Havel) liegt südwestlich von Potsdam, inmitten des Reviers der Potsdamer Havelseen, zwischen Großem Zernsee und Schwielowsee.

Vor den Toren der Landeshauptstadt gelegen, besitzt Werder seinen ältesten Stadtteil auf einer Insel in einem Fluss. Somit ist auch die Entstehung des Namens dieser Stadt zu erklären, denn als "ein Werder" wird eine Insel in einem Fluss bezeichnet. Die ideale Lage von Werder, die touristische Infrastruktur und auch die Havel trugen dazu bei, dass Werder auch das Prädikat eines staatlich anerkannten Erholungsortes erlangen konnte.

Werder ist traditionell für viele Wassersportler Liegeplatz, Ankerplatz oder Ziel eines Törns auf der Havel. Von hier aus lassen sich verschiedene Touren im Revier der Potsdamer Havelseen starten, ob mit dem eigenen Boot, einem gemieteten oder auch mit der Fahrgastschiffahrt. Kanustation in Werder

Ein neuer Wasserwanderrastplatz, zwischenStadtzentrums und Inselstadt gelegen, die Regattastrecke, Wassersport- und Segelvereine, Bootscharter und Kanuverleih sind sichtbare Zeichen dafür, dass Werder sich dem Wassertourismus verschrieben hat.

Werder besuchen jährlich eine Vielzahl von Touristen, das alljährliche und überregional bekannte Baumblütenfest im Frühjahr ist "Flaggschiff" und zählt mittlerweile zu einem der größten Volksfeste in Deutschland.

Alle, die Werder besuchen, kommen mit dem Wasser in Berührung. Ob beim Stadtbummel Richtung Inselstadt oder auch beim Spaziergang in die angrenzenden Obstplantagen, auf den Wachtelberg oder zur Bismarkhöhe.Werderaner Weinberg

Werder ist traditionelles Obstanbaugebiet und auch einen der nördlichsten Weinberge Europas findet man hier.

Neben der bekannten Inselstadt, den alten Fischerhäusern in den kleinen Gassen der Inselstadt und der alten Bockwindmühle, die ein Symbol der Stadt ist, sind in Werder weitere Sehenswürdigkeiten einen Besuch wert.

Unter anderem können ein Zwei- und Motorradmuseum mit antiken Fahr- und Motorrädern und das Obstbaumuseum, welches die Geschichte des Obstanbaus in der Stadt erläutert, besichtigt werden. Werderaner Fischertradition

Das Panorama der Havelländischen Fluss- und Seenlandschaft ist allgegenwärtig und neben den Obstplantagen findet man auch heute in Werder (Havel) noch ein anderes traditionsreiches Gewerbe dieser Stadt -die Flussfischerei.

Historisches:
Das Gebiet Werders wurde von Germanen und Slawen besiedelt, dessen Wege sich im Laufe der Zeit zunehmend verflochten haben. Sie errichteten auf der Insel vermutlich das erste Fischerdorf zwischen dem 9. Und 10. Jahrhundert. Erstmalig in der Geschichte wird Werder in einer Verkaufsurkunde 1317 unter dem Name Werdere erwähnt. Weitere, abweichende Namen dieser Ursprungsform sind Werder (1375), Wehrder (1450) sowie die letzte Änderung und der uns heute bekannte Name Werder (1580).

Die Stadt wurde im Jahre 1317 für 244,- Mark Brandenburgischen Silbers an das Lehniner Kloster verkauft. Die Mönche dieses Klosters beeinflussten die Entwicklung der Stadt insofern erheblich, dass sie forderten, neben der Fischerei auch den Weinbau als Erwerbsquelle zu nutzen. Nachdem der Höhepunkt des Weinanbaus mit ca. 240 Weinbergen vorüber und der Absatz des Weines in gewohnten Mengen nicht mehr vorhanden war, sattelte man aufgrund der günstigen Bedingungen und Absatzmöglichkeiten im Umland auf den Obstanbau um. So ist Werder auch als "Obststadt" bekannt geworden.


Routen- & Tourentipps:

Segeln zwischen Werder (Havel) und Brandenburg a.d.H.
Kanu-Rundtour von Werder über die Wublitz nach Potsdam und zurück
Mit dem Rad auf dem Havelradweg unterwegs zwischen Werder(Havel) und Brandenburg a.d.H.
Mit dem Rad unterwegs auf dem Panoramaweg "Havelobst" zwischen Derwitz und Petzow

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